Hilterfingen am Thunersee, Schweiz | Foto: Robert Schmiegelt

 

7. Tec-Event am Thunersee in Hilterfingen (Schweiz)

Veranstalter waren wieder Richard Studer (Tauchschule Crazy Divers) und Markku Diedrich

Bericht und Fotos: Robert Schmiegelt

Vom 18.03. – 19.03.2017 fand im Schweizer Hilterfingen am Thunersee das 7. Tauch-Event für das Technische Tauchen im Hotel Bellevue au Lac statt. Diese Messe mit freiem Eintritt hat sich bereits stark in den Taucherkreisen und darüber hinaus etabliert und bietet für das Tauchen eine große Bandbreite technischen Equipments.

Von Jahr zu Jahr erfährt diese Messe immer mehr Zulauf aus Kreisen der Anbieter als auch bei den Besuchern. Das Hotel Bellevue au Lac hatte mit den beiden großen Veranstaltungsräumen viel Platz für alle Aussteller geboten. Jedes Jahr möchten immer mehr Aussteller diese Messe für das besondere Tauchen besuchen und ihre Erzeugnisse dort vorzeigen. Darüber hinaus bietet das Hotel neben Ausstellungsräumen und einer Vielzahl an Zimmern auch Räume für Präsentationen an, welche umfangreich genutzt wurden.
Mehr als 200 Besucher konnten sich mit den mehr als 20 Ausstellern auf hohem Niveau „taucherisch“ austauschen. Alle Aussteller konnten ihre Fachkenntnisse über ihre angebotenen Produkte in angenehmer Atmosphäre gegenüber den Besuchern vermitteln bis keine Fragen mehr offen blieben. Dabei war das Publikum sehr international. Neben Deutsch, war Holländisch, Englisch, Französisch und Italienisch die Verständigung. So war Sprachbarriere kein Hindernis mehr.
Als weitere Übernachtungsmöglichkeiten bat der Veranstalter den Gästen die Möglichkeiten Hotel Stella del Lago in Oberhofen, Hotel Chartreuse in Hünibach und das Hotel Kreuz in Gunten an. Die Veranstalter Richard Studer und Markku Diedrich haben wieder einmal gezeigt, wie prosporierend diese Branche doch ist. Für die Zukunft sehr vielversprechend. Die Anfragen für das nächste Jahr laufen bereits.

Als relativ neue Klasse der Abdichtung von Trockentauchanzügen dient das Hals- und Handmanschettensystem der Fa. Polaris aus Deutschland, weiß Dennis Uelings, Sales Manager bei Polaris zu berichten. „Geübten Tauchern gelingt das Wechseln der Manschetten innerhalb von fünf Minuten“, so Uerlings. Durch diese Methode entfällt das umständliche Verkleben einer neuen Latexmanschette. Das System ist in drei verschiedenen Farben erhältlich und wird mittlerweile von immer mehr Herstellern angeboten.

Foto: Robert Schmiegelt
Für die schnellere Fortbewegung unter Wasser bedient sich ein Taucher einem sogenannten Unterwasser-Scooter. Unterwasserscooter werden nicht nur im privaten Tauchsport eingesetzt, sondern erfahren auch beim militärischen Einsatz großer Beliebtheit und Wichtigkeit.

U. a. war auch der Hersteller WingsAndMore mit seinen Mono- Duo und Twin- Scootern der Oberliga vor Ort. Tobias Schmidt und Ehefrau klärten hinsichtlich der äußeren Widerstandskraft eines solchen Gerätes auf. Aufgrund der hohen Außeneinwirkungen, welche ein Scooter Unterwasser ausgesetzt ist, ist heutzutage ein Herstellungsverfahren aus Karbonfasern nicht mehr wegzudenken. Mit Hilfe von Strömungssimulationen wurden alle Oberflächen optimiert. Die neu entwickelte, schlanke Elektronik verwendet nur extrem ausfallsichere Komponenten, so Schmidt. Alle derartigen Produkte werden in heimischen Seen und Höhlen, wie im Blautopf in der Schwäbischen Alb, getestet.

Foto: Robert Schmiegelt

Als weiteren Hersteller der Oberliga stellt die Firma Bonex seine bis über die europäischen Grenzen hinaus verkauften Modelle an Unterwasser-Scootern aus. Michael Cristiani stellte neben den Modellen „ECOS“ mit 15kg inkl. Akku und Trim und einer Laufzeit bis zu 200 Minuten, „Reference RS“ mit 19kg inkl. Akku und Trim und einer Laufzeit bis zu 260 Minuten, auch das relativ neues Modell „AquaProp“ im neuen Design mit 6kg Gesamtgewicht vor.

Foto: Robert Schmiegelt

Neben Equipment vermittelt Garry Stuber aus der Schweiz seit 2009 technische Tauchkurse auf hohem Niveau. Super leichte Druckgasflaschen aus Karbonfasern und Lampen gehören zum Angebots-Portfolio dazu. „Was hier verkauft wird, wird auch selbst getaucht und getestet“, so Garry Stuber. So werden bei einem Kurs zum CCR-Taucher (closed circuit rebreather), Modelle wie REVO, Inspiration, Poseidon und Kiss angeboten. Gewöhnlich benötigt ein Schüler eine Woche zur Erlangung der Qualifikation, ein Kreislaufgerät tauchen zu dürfen.

Foto: Robert Schmiegelt

Eine besondere Art des Tauchens ist zweifelsohne das kommerzielle Tauchen mit schwerster Ausrüstung und für sehr anspruchsvolle Arbeiten Unterwasser. Johan de With von der Niederländischen Firma „BC-opleidingen“ hat dies mit seinem Support-Team aus dem schweizerischen Biel gezeigt. Die Zuschauer konnten live miterleben, wie eine Ausrüstung vorbereitet wird, bis der „Helmtaucher“ ins Wasser geht. Dabei war Überwasser gut die glasklare Verständigung mit dem Taucher an der Supportstation zu hören. Dem Supportpersonal gebührt hierbei größter Respekt, da hier die Verantwortung über den Taucher obliegt. Spezielle Fachkenntnisse sind Bedingung.

Johan de With bildet diese Taucher aus bis hin zur Zertifizierung im Einsatz bei Industrie und Feuerwehr für die Erfüllung der ISO 9001/2015. Die Ausbildung ist sehr hart; dabei müssen die Schüler allerlei Stationen durchlaufen. Dabei wird auch das Verhalten in der Druckkammer geübt. Das Unternemen „BC-opleidingen“ war auch nach dem Zusammensturz des Kölner Stadtarchiv am 03. März 2009 in Köln tätig, so de With.

 

Die Schweizer Firma SF Tech GmbH verkauft Trocken-Tauchabzüge auf höchstem Niveau und bester Qualität. Dabei wird Wert auf Maßarbeit gelegt. Ob Hobby- oder Höhlentaucher oder in der professionellen Schiene (z. B. Polizei, Feuerwehr oder Militär) verwendet SF-Tech fast überall Kevlar als robuster Stoff mit sehr hoher Widerstandsfähigkeit. Dabei kommt eine bestimmte Abdichtungstechnik zum Zuge, erklärt Franz Schönenberger.

Die Qualität und die lebenslange Garantie haben ihren Preis. Die Anzüge sind ab 2.000 Schweizer Franken zu haben, so Schönenberger.